palaceOfTheKing WhiteBirdBurnTheSkyRetro Rock, wohin man auch immer blickt! Der „früher war alles besser" Trend scheint gar kein Ende zu nehmen, weiß der Geier, was dieses „Nachrufe auf die Rockmusik" soll, mit denen PALACE OF THE KING vorgestellt werden, Rockmusik ist in der Tat das Ding der Stunde und das ist auch ganz genau richtig so.

Weniger spitze ist allerdings diese Band hier aus Australien, die eigentlich alles mitbringt, um abzuräumen, inklusive einer gewaltigen DIY-Einstellung, mit der man innerhalb von zwei Jahren über 170 Gigs gespielt und zwei Eps sowie eine LP veröffentlicht hat.

Dass wir es hier mit einer eingespielten Band zu tun haben, die Wert darauf legt, live zu performen, das man hört man an allen Ecken und Enden des nun vorliegenden Debütalbums heraus, das den Namen „White Bird – Burn The Sky" trägt. Vor allem in der ersten Albumhälfte rotzt man sozusagen in Rock 'n' Roll Manier die Songs nur so raus, dass es zunächst eine wahre Freude ist. „Take Your Medicine" und „No Chance In Hell" sind geiles Zeug, keine Frage, aber damit hat die Band für's erste bereits ihr Pulver verschossen, denn „Another Thing Coming" und „Burn My Bridges" wirken daraufhin wie ein einfallsloser Abklatsch der ersten beiden Songs.

„White Bird (Bring Your Armies Against Me)" steht nach diesem Zwischentief stellvertretend für die LED ZEPPELIN Einflüsse der Band, gut gemacht, wenn auch nicht weltklasse, insgesamt legt die zweite Albumhälfte nochmals etwas zu, aber auch da ist nicht alles Gold, was glänzt. Etwas mehr Abwechslung, weniger Wiederholungen und bessere Refrains, diese Maßnahmen könnte ein Arbeitspapier für das zweite Album beinhalten.

Denn wenn ich die Qualität des Songwritings mit der einer Band wie BLUES PILLS vergleiche, dann liegen da Welten dazwischen, zudem fehlt mir hier das emotionale Moment, PALACE OF THE KING klingen für mich wie eine dreckigere Version der RIVAL SONS.

Trotz der genannten Schwächen von „White Bird – Burn The Sky" punktet die Platte mit einer angenehmen Kurzweiligkeit und einigen kreativen Ausflügen wie in „Leave Me Behind", zudem klingt die Sache in allen Belangen authentisch und sogar ein bisschen cool, alles in allem sind 7 Punkte angemessen, da ist also noch Luft nach oben. (Maik)


Bewertung: 7 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 48:50 min
Label: Listenable Records
Veröffentlichungstermin: 12.06.2015

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