nightmare deadsun37 Jahre sind eine enorm lange Zeit. Doch obwohl NIGHTMARE in über 3 Dekaden stets gute bis sehr gute Alben veröffentlichten und mit Jo Amore einen echten Ausnahmesänger in ihren Reihen hatten, blieb ihnen der große Durchbruch immer verwehrt. Aber auch an den Franzosen geht die Zeit nicht spurlos vorbei und so musste die Band 2014 sowohl den Abgang von Sänger Jo Amore als auch den von Schlagzeuger David Amore hinnehmen. Erst im Oktober 2015 stellte man in Grenoble, der Heimatstadt von NIGHTMARE, die neue Besetzung vor.

Nun ist ein Sängerwechsel immer ein zweischneidiges Schwert, denn es gibt nicht wenige weitaus prominentere Beispiele, bei denen die neue Stimme von den Fans nicht akzeptiert wurde. Bandleader und einziges verbliebenes Originalmitglied, Yves Campion, hätte es sich nun einfach machen und einfach einen Sänger verpflichten können, der ähnlich wie Amore klingt, doch er traf eine andere und weitaus mutigere Wahl. Mit
Maggy Luyten (BEAUTIFUL SIN, BEYOND THE BRIDGE, ex-AYREON) wurde erstmals eine Sängerin in die Gruppe geholt. Komplettiert werden NIGHTMARE durch Olivier Casula (SANDRAGON, ex-THALIDOMIDE, THE SEVEN GATES) am Schlagzeug.

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie sich die neuen Mitglieder machen und ob das neue Album, welches auf den Namen “Dead Sun” hört, mit dem sehr starken Vorgänger “Aftermath” aus dem Jahr 2014 mithalten kann.

Schon beim eröffnenden „Infected“ merkt man, dass NIGHTMARE ihren Stil deutlich verändert haben. Während zu Zeiten von Jo und David Amore eher klassischer Heavy Metal angesagt war, klingt man nun deutlich moderner und auch härter. Das ist zunächst ungewohnt, jedoch nicht uninteressant. Dennoch scheint die Stimme von Maggy Luyten irgendwie nicht so recht zur Musik zu passen. Beim darauf folgenden „Of Sleepless Minds“ macht sie ihren Job schon hörbar besser. Ganz überzeugen kann sie dann beim anschließenden „Tangled In The Roots“ sowie vor allem beim Titelsong. Auch ihre musikalischen Mitstreiter Yves Campion (Bass, Gesang), Franck Milleliri (Gitarre), Matt Asselberghs (Gitarre, Gesang) und Olivier Casula (Schlagzeug) sind musikalisch über jeden Zweifel erhaben. Stimmlich erinnert mich Luyten oft an eine Mischung aus Yvonne Durand (ZED YAGO) und Annette Olzon (ex-NIGHTWISH). Eine schlechte Gesangsleistung liefert sie hier bei Weitem nicht ab.

Letztendlich kann man sagen, dass die neue musikalische Ausrichtung NIGHTMARE gar nicht so schlecht steht. Leider merkt man der Scheibe jedoch auch deutlich an, dass es sich hier um das erste Werk in dieser Besetzung handelt und es wohl noch mindestens ein weiteres Album dauern wird, bis die Feinabstimmung hundertprozentig stimmt, klingt Maggy Luyten hier doch teilweise noch recht angestrengt. (Matthias)


Bewertung: 

Matthias7,0 7 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 51:21
Label: AFM Records
Veröffentlichungstermin: 25.11.2016

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